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Die Funktionsweise der Öl-Brennwerttechnik

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Schematischer Schnitt durch den Vitoladens 300-C Öl-Brennwertkessel.

Erdöl als zuverlässiger und energiereicher Brennstoff wird schon seit langem zum Heizen genutzt. Allerdings gehört es zu den fossilen Energieträgern und ist damit nur endlich vorhanden. Hinzu kommt, dass der Erdölpreis teils starken Schwankungen unterliegt und sich folglich negativ auf die Heizkosten auswirken kann. Um Letztere dennoch möglichst auf einem niedrigen Niveau zu halten, setzt Viessmann auf die bewährte und zukunftssichere Öl-Brennwerttechnik.

Technisch sind Viessmann Brennwertkessel für Öl auf dem Stand der Technik. Auch in puncto Leistungsvielfalt decken sie einen grossen Bereich ab und sind mit einer Leistung von bis zu 80 kW für den Einsatz in Ein-, Zweifamilien- und kleinen Mehrfamilienhäusern bestens vorbereitet.

Bis zu 35 Prozent weniger Energieverbrauch

Oft sind Heizungsanlagen mit veralteter Technik in Betrieb. Ihren Betreibern ist oft gar nicht bewusst, wie viel Geld sie durch Energie verschenken, die wirkungslos verbrannt wird und als ungenutzte Wärme durch den Kamin verschwindet. Ausserdem belasten diese Altanlagen durch unnötigen CO₂-Ausstoss das Klima und tragen zur Erderwärmung bei. Durch den zeitnahen Austausch dieser Anlagen gegen hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik in Kombination mit Solartechnik könnten die Endverbraucher bis zu ca. 35 Prozent Energie einsparen. 

Wie funktioniert ein Öl-Brennwertkessel?

Die Grafik zeigt das Funktionsprinzip der Öl-Brennwerttechnik.

Ein Heizkessel erzeugt Wärme, indem er einen Brennstoff verbrennt und die dabei entstehenden heissen Abgase für die Erwärmung des Heizwassers nutzt. Diese Abgaswärme wird bei konventionellen Heizkesseln direkt ins Freie abgeführt. Das ist insofern notwendig, da der in den Abgasen enthaltene Wasserdampf sonst kondensieren würde, sobald die Abgase unter ihre Taupunkttemperatur abgekühlt sind. Bestandteile dieses Kondensats sind aber korrosionsfördernd, weshalb die heissen Abgase lange Zeit als nicht nutzbar galten.

Wichtig für die Nutzung von Öl-Brennwerttechnik

Durch die geplante Kondensierung des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfs entsteht Kondensat. Dieses hat zwar saure Bestandteile, kann im Normalfall dennoch in das Abwassersystem (nicht Kleinkläranlagen) abgeleitet werden – sofern das Abflusssystem selbst säurefest ist. Wichtig ist hierbei der pH-Wert. Wasser wird ein pH-Wert von etwa sieben zugewiesen. Dieser Wert gilt als neutral. Alles, was darunter liegt, wird als sauer bezeichnet. Der pH-Wert des Kondensats bei Erdöl beträgt 1,5 bis 3,5. 

Weitere wichtige Faktoren für die Ableitung in das normale Abwasser sind die Grösse des Öl-Brennwertkessels und die Art des Heizöls.

Auch der Kamin muss zur Öl-Brennwerttechnik passen

Nicht nur das Abflusssystem muss für den Betrieb eines Brennwertkessels ausgelegt sein. Auch das Abgassystem darf nicht vom Kondensat beschädigt werden. Darüber hinaus muss es einen gewissen Überdruck aushalten, ohne Undichtigkeit aufzuweisen. Das ist notwendig, da während des Betriebs der Einsatz eines Ventilators unerlässlich ist, der die bereits abgekühlten Abgase aktiv hinaus bläst. In der Praxis haben sich Abgasrohre aus Edelstahl oder speziellem Kunststoff bewährt.

 

Öl-Brennwerttechnik und Solaranlage kombinieren

Das Bild zeigt ein rotes Hausdach, auf dem eine Solarthermiekollektoren befestigt sind.
Viessmann Solarthermiekollektoren

Die Besonderheit der Öl-Brennwerttechnik liegt auch in ihrer Kombinationsvielfalt. Eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Kombination ist die mit der Solartechnik. Die kostenlose Energie der Sonne wird zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung immer noch zu wenig genutzt. Gerade bei der Heizungsmodernisierung oder Erneuerung eines Heizkessels sollten Hausbesitzer die Kombination mit Solarthermie in Betracht ziehen.

Mithilfe der Solartechnik kann die Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung oder je nach Anwendungsfall auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Das ist äusserst sparsam, da der Öl-Brennwertkessel an manchen Tagen gar nicht arbeiten muss. Und weil weniger Öl verbrannt wird, entlasten Anlagenbesitzer auch die Umwelt und tragen somit aktiv zum Klimaschutz bei. Nicht zuletzt machen sie sich mit dieser Kombination ein Stück weit unabhängiger von ihrem Brennstofflieferanten.